“Die Kündigung” ist ein Roman. Hubertus-Meyer-Burckhardt fing an, ihn zu schreiben, als er Vorstandsmitglied bei Prosieben-Sat1 in München war. Nun hat HMB, der im wirklichen Leben Filmproduzent, Professor und Talkshow-Gastgeber ist, den agilen Leuten von “Hamm’ wir alles” eine Lesung geschenkt. In der “Baderanstalt” war die Hütte voll, und der Meister zelebrierte, spielte, genoss und rezitierte seinen Text, der von einem Manager handelt, der fliegt und irgendwie damit umgehen muss. Das Leben, so die Botschaft HMBs, wäre fade, wenn es keine fetten Niederlagen und Siege gäbe – womit er (leider, was die Niederlagen angeht), recht hat. Ob Männer und Frauen wirklich so plastisch-plakativ zu sehen sind, wie er es vorgibt, mag dahingestellt sein – sicher ist: Das Gespräch mit dem Produzenten läuft auf hohem Niveau, ist mit angenehmen Humor, viel Intelligenz, Sprachwitz und Erfahrung, was den Umgang mit Publikum angeht, gespickt. Ob “Die Kündigung” hält, was sie verspricht, muss noch offen bleiben, dass das Thema lange schon dran ist, liegt auf der Hand.
