Meine Güte! Dieser Typ, Nachnachfolger des ewigen Ragazzos im Straußoleum an der Münchner Residenz, hat auf den Tisch. Ich fühle mich durch diesen Schwachsinn nicht vertreten, im Gegenteil: Ich lebe seit ein paar Wochen nahezu Tür an Tür mit Menschen, die anderen Religionen angehören und aus anderen Ländern stammen. Das klappt ganz gut, soweit ich es sehen kann. Zu behaupten, Multikulti sei gescheitert, ist einfach dumm: die Wirklichkeit hier in Hamburg ist ja längst eine andere. Letztlich zeugen die Unionisten, wohin sie wollen: deutlich nach rechts. Auch das Wort von der christlichen Leitkultur ist eine Verhöhnung: nicht nur, weil davon nichts in der Bibel steht, sondern weil es andere Glaubensauffassungen – Juden, Muslime, Buddhisten – und nicht zuletzt jene, die konfessionslos sind, verhöhnt. Ich finde das langsam nicht mehr zum aushalten.
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Integration. . .
ich werde im Augenblick mal wieder den Eindruck nicht los, dass einige Akteure in der Politik mies auf einer Welle reiten. Als würden Leute aus islamischen Ländern massenhaft ins Land strömen, was einfach nicht stimmt.
So ein Unsinn!
Meines Wissens hat Wulff auch nicht gesagt, dass der Islam Leitkultur in Deutschland wäre. Auch die Vorstellung, der Islam müsse sich in christlic-jüdische Vorstellungswelten integrieren, zeugt von wenig Sachkenntnis. Den eigenenen Glauben deutlicher zu vertreten, ist in Ordnung (das soll Merkel gesagt haben), Konfrontationen reißen bauen nur wneue Mauern. Und das will ich nicht haben, gewiss nicht.
Ich jedenfalls
finde das Verschleierungsverbot in Frankreich nicht richtig. Es ist nicht ehrlich. Wenigstens hat jetzt die EU mal auf den Tisch, wenn auch in einer anderen Angelegenheit.
9/11
Ich hätte damals nicht gedacht, dass ich selbst auf sehr persönliche Weise Kontakt mit dem Islam bekommen würde. Schon vorher stand für mich fest, dass es für diese brutal-blödsinnige Idee, Flugzeuge in amerikanische Wahrzeichen zu fliegen, keinerlei Rechtfertigung gab. Gewalt ist falsch.
Es ist schlecht und gefährlich, dass manche die gewesene Ostwest-Konfrontation nun durch einen Konflikt zwischen Islam und christlich tradierter, westlicher Ordnung abgelöst sehen wollen. Das ist eine gefährliche Zeitbombe. Nach meiner unwichtigen Meinung kann es nur Ziel sein, viel und nachhaltig – und vor allem: auf Augenhöhe – voneinander zu lernen. Muslime und Christen, Hindhus und Juden – und welche Religionen es noch geben mag. Ich glaube nicht daran, dass Gewalt Probleme nachhaltig lösen kann – vielmehr entstehen meistens neue, die es zuvor nicht gab. Man muss es immer wieder versuchen.
Noch ein. . . .
ausgezeichneter Artikel, wie ich finde.
Ein kluges Interview
Frau Künast hat recht, finde ich.
Genau!
Sigmar Gabriel legt Sarrazin den Parteiaustritt nahe. Genau! Das wäre endlich mal konsequent! Ich habe gestern im Autoradio gehört, was er wieder von sich gegeben hat. Muss man diesen Menschen immer wieder vor ein Mikrofon holen? Mit seinen unsäglichen Brandreden? Es kann ja nicht darum gehen, Migranten noch mehr Steine in den Weg zu legen – sondern nur darum, sie alle endlich wegzuräumen. (Ich weiß, was es bedeutet, von zuhause wegzugehen, wirklich; niemand tut das freiwillig.)
Ein Fehler
In Frankreich läuft was falsch: Die Burka wird verboten. Das schafft Konfrontation anstatt Verständigung, glaube ich.