Zitat

Sie: “Fragst Du Dich nicht auch manchmal, ob wir zu früh aufgegeben haben?” – Er: “Ja, jeden Tag.” – Blödes Fernsehen, woher wissen die, was ich denke und fühle. Genau das ist nämlich das Problem, und nur das. In der Wirklichkeit fällt das Happyend dann aus.

Frage

Ist nicht jeder politische Ansatz, dem man dem Mördertrio in Z. unterstellt, schon eine unangemessene Aufwertung?  Warum haben wir nichts aus der Reaktion in Norwegen gelernt: Wir wollen ein freies Land mit frei denkenden und handelnden Menschen. Was sollen Zentraldateien bringen? Besteht nicht die Gefahr, dass einmal mehr auf politisch verbrämtes Verbrechen weniger Freiheit folgt und die Halunken damit genau das erwünschte Ziel erreichen? (Schlimm ist schon, dass man Tage nachdenkt, ob es der richtige Schritt ist, solche Sätze öffentlich zu schreiben!)

Das habe ich mitgebracht

Nun schau, wie diese kleine Blume gegen die Mauer ankämpft.  Zwischen all den Autos, den vorbeijagenden Menschen und Zügen, der Eile, dem Stress. Lass uns für einen Augenblick stehenbleiben, schnuppern, ob wir etwas riechen. Hoffen, dass sie lange übersteht, vielleicht noch Zuwachs bekommt. Die ersten Blüten lassen die Köpfe hängen und sind immer noch wunderschön. Ihr vielfältiges Lila, das helle Grün der Blätter, der nicht ganz gerade Stiel. Alles ist gut, wann kann man das schon sagen.

Hamburg. . .

.. .  brummt, brodelt, brümmelt, braust. Mittags am Bahnhof zum Pausenkaffee, hatte ich lange nicht mehr. Fußball ist in der Stadt und die Leute “steigen” wieder in die Kanne.

Aktuell: Kein Platz für Nazis

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Ich muss ja gar nicht nach Dresden fahren, dachte ich. Heute gab es eine Kundgebung in Hamburg gegen Nazis. Die Veranstalter haben sich den Jungfernstieg als Veranstaltungsort durch zwei Instanzen erstritten – Respekt. Trotzdem: Ich habe schon lange nicht so viel Polizei auf einem Platz gesehen. Zwei Wasserwerfer, einer davon unsäglich teuer und nagelneu, parken in Richtung auf die Antinazidemo. Die Rechten auf dem Gänsemarkt wirken verloren und nichtssagend, glücklicherweise.

Ich bin nicht bis zum Ende geblieben, es war einfach zu kalt. Ob so eine Veranstaltung wirklich Interesse findet, wenn sie in mancher Hinsicht etwas provisorisch abläuft, ist die Frage; wirklich wichtig ist etwas anderes: Wie kann es sein, dass man den Eindruck haben muss, das Engagement gegen Rechts werde in Hamburg in die linke Igittecke abgeschoben? Hätte man nicht eigentlich auch Scholz & Ahlhaus hier sehen müssen? Geht das Protestieren gegen rechten Ungeist nicht alle, wirklich alle an?

“walkin’ the park. . .”

Niemand wach, wie es scheint. Sitze allein hier in meinem Hochhaus am Anfang dieses Tages, der Himmel über Hamburg ist diesig, und wie.

Schaut mal, was ich heute mit gebracht habe. Ein paar Altbilder, die irgendwie doch auch hierher gehören, finde ich:

Diese beiden Musiker fotografierte ich auf einer Vernissage in Freiburg.

Das Bild wird im Sommer fünf Jahre alt. Wer weiß, wo das ist?

In diese Gegend würde ich auch gern mal wieder.

Die Idee ist gut. Das Stadtrad Hamburg wird in diesen Tagen mit neuer Funktechnik ausgestattet und soll dann wieder funktionieren.