Kleiner Gang

Das würde Dir gefallen – die verhunzte, kaputte Sprache. Soviel Kleines fällt auf unterwegs, und Du bist immer dabei in meinen Gedanken.


Ich mag nicht daran denken, dass es Leute gibt, die das unvernünftig finden. Die sagen, ich schade mir nur damit. Was tut mehr weh? Dass Du nicht mehr da bist, oder dass ich das nicht verstehe?

Schau, der Rhododendron hat seine erste Knospe gesetzt. Dabei lag kaum Schnee. Was soll werden?

Das gefällt Dir

Ich habe, wie Du vermutlich auch, am Ende des Umwelthauptstadt-Projekts in Hamburg eine Menge einzuwenden gegen das offizielle Gebaren der Stadt, was Umweltschutz angeht – aber ob es der richtige Kommentar ist,  mit Krakelschrift den Ausstellungscontainer am Hauptbahnhof zu verzieren, das fragt sich doch. Oder was sagst Du?

Differenzen

Ich habe etwas anderes, als ich gerne hätte. Daran kann ich nichts ändern: zumindest nicht gleich. Was ich in meiner Hausapotheke habe, reicht nicht.

Als ich einmal kaum ein Wort rausbrachte, griffst Du in die Kiste auf Deinem Küchenschrank. Manchmal können ja einfache Grippetabletten schon ein Segen sein.

Es ist so vieles komplizierter, als es notwendig wäre. Finde ich jedenfalls.

Das habe ich noch vergessen

Das würde Dir gefallen. Oder liege ich da falsch?

“Und kommt je wieder Licht/wird sichtbar was wir sind:/Ein Häufchen Elend nur . . .” – obwohl hier eigentlich ganz andere Musik läuft, ging mir diese Biermann-Übersetzung durch den Kopf.

Es gäbe soviel, was zu teilen wäre. Sich dadurch vermehrt oder verringert, je nachdem. Es ist so viel besser zu wissen, dass jemand das Schwierige mitträgt, sich Gedanken, Gefühle dazu macht. Jeden Augenblick des Tages teilen, auch wenn man ihn nicht gemeinsam verbracht hat. Das könnte doch ein Lebensentwurf sein, immer noch.

Kurzer Feierabendtrip an die See . . . .

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Habe ich mitgebracht. Ist das Wasser noch zu retten, eh?