Ich habe heute in einem Kreis an der Matthäuskirche einen Vortrag über Christa Wolf gehalten. Das kann ich gern jederzeit anderswo wiederholen.
Archiv der Kategorie: Tagesarbeit
Zuhause (2)
Morgens der erste Kaffee, manchmal sogar Mittagessen. Hingeworfene Notizen, Bücher und Hefte, Ausgedrucktes, Stifte, von denen nur ein Teil schreibt. Telefone, Webcam, der Bildschirm. Über die Jahrzehnte haben sich die Arbeitsgeräte gewandelt, mein Schreibtisch, der noch ein paar Anbauten bekommen hat, begleitet mich schon fast mein ganzes Leben.
Er hält aus, wenn ich etwas nicht begreife, mich aufrege, zu viele Fragen habe. In seinen Untiefen stecken alte Briefe und Disketten, unbenutzte Tabakspfeifen, unendlich viele Erinnerungen. Dieses tote Stück Holz weiß mehr von mir als irgend jemand sonst auf der Welt. Richtig gut arbeiten kann ich nur hier – und die Zeiten überstehen, in denen es nicht funktionieren will.
Anderswo
Hier drei Geschichten, die online stehen:
Geschichte über den “Dritten Weg”
Ein Jahr, ein Monat
Aktuell: Kein Platz für Nazis
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Ich muss ja gar nicht nach Dresden fahren, dachte ich. Heute gab es eine Kundgebung in Hamburg gegen Nazis. Die Veranstalter haben sich den Jungfernstieg als Veranstaltungsort durch zwei Instanzen erstritten – Respekt. Trotzdem: Ich habe schon lange nicht so viel Polizei auf einem Platz gesehen. Zwei Wasserwerfer, einer davon unsäglich teuer und nagelneu, parken in Richtung auf die Antinazidemo. Die Rechten auf dem Gänsemarkt wirken verloren und nichtssagend, glücklicherweise.
Ich bin nicht bis zum Ende geblieben, es war einfach zu kalt. Ob so eine Veranstaltung wirklich Interesse findet, wenn sie in mancher Hinsicht etwas provisorisch abläuft, ist die Frage; wirklich wichtig ist etwas anderes: Wie kann es sein, dass man den Eindruck haben muss, das Engagement gegen Rechts werde in Hamburg in die linke Igittecke abgeschoben? Hätte man nicht eigentlich auch Scholz & Ahlhaus hier sehen müssen? Geht das Protestieren gegen rechten Ungeist nicht alle, wirklich alle an?
Topgeschichte
Wenn ich so in die Statistiken dieses Blogs schaue, dann steht ein Beitrag unangefochten an der Spitze.
Im Gegensatz zu früher
In früheren Jahren habe ich nicht so häufig im Reiseteil publiziert. Seit Dezember passiert das regelmäßiger und es macht viel Spaß. Zuletzt ist eine Geschichte über Ernst Barlach in Güstrow erschienen. Allein schon sein wunderbares Atelierhaus ist eine Reise wert.
Hansjakob
Nur durch zufall fand ich diesen Link. Dort war ich voriges Jahr mal.
Genau!
Sigmar Gabriel legt Sarrazin den Parteiaustritt nahe. Genau! Das wäre endlich mal konsequent! Ich habe gestern im Autoradio gehört, was er wieder von sich gegeben hat. Muss man diesen Menschen immer wieder vor ein Mikrofon holen? Mit seinen unsäglichen Brandreden? Es kann ja nicht darum gehen, Migranten noch mehr Steine in den Weg zu legen – sondern nur darum, sie alle endlich wegzuräumen. (Ich weiß, was es bedeutet, von zuhause wegzugehen, wirklich; niemand tut das freiwillig.)
„Avanti Dilettanti“: Freiburgs schrägste Medienrevue für einen guten Zweck geht zum siebten Mal an den Start
Samstag, 18. September, in der Wodan-Halle, ab 19.30 Uhr
Auf der Bühne:
Erstmals dabei: Der Bettlerchor Freiburg
Wieder dabei: Die Klassiker BZ-Band und „Diese wunderbare Band“
mit neuen liederlichen Liedern
Spöttisches vom Feinsten: Annette Rohrer und Klaus Gülker
aus dem SWR-Kabarett
Das siebte Mal ist alles andere als verflixt: Avanti Dilettanti, Freiburgs schrägste Medienrevue
genießt bei Kennern längst Kultstatus. Zum siebten Mal bittet der Sozialfonds
der Presse Freiburg, der sich die Unterstützung von in Not geratenen Journalistinnen
und Journalisten zum Ziel gesetzt hat, Akteure und Freunde der Medienszene
für einen guten Zweck auf die Bühne. Am Samstag (18. September, ab 19.30 Uhr)
greifen in der Wodanhalle der Ganter-Brauerei an der Schwarzwaldstraße Redakteure
in die Saiten statt zum Bleistift, die „Wunderbare Band“ singt Liederliches über
Freiburger Stadtteile und Eigentümlichkeiten, und Radiomacher aus dem Freiburger
SWR-Studio bringen Kabarettistisches auf die Bühne statt in den Äther.
Avanti Dilettanti ist ein heiterer Abend mit ernstem Hintergrund. Weil alle Mitwirkenden
auf die Gage verzichten und viele Sponsoren als Unterstützer dabei sind, kommt
jeder Euro in Not geratenen Journalistinnen und Journalisten in Freiburg und Umgebung
zugute. Und im siebten Jahr seit der Wiedergründung 2004 ist der Sozialfonds
mehr denn je gefordert. Immer häufiger wird der Verein mit Hilfsersuchen konfrontiert:
Schwere Erkrankungen, unzureichende soziale Absicherungen oder zurückgehende
Aufträge machen vor allem freiberuflich tätigen Journalisten zu schaffen und können
existenzbedrohend werden. Innerhalb eines Jahr hat die Summe der Zuwendungen
des Sozialfonds eine inzwischen fünfstellige Größenordnung erreicht. Neben Mitgliedsbeiträgen
und Spenden sind die Einnahmen aus der jährlichen Medienrevue
Avanti Dilettanti die wichtigste Einnahmequelle, um die Aufgaben des Sozialfonds zu
finanzieren. Vorsitzender Bernd Serger: „Wir müssen leider davon ausgehen, dass
aufgrund der Wirtschaftslage und der knapper werdenden Honoraretats in vielen Medienunternehmen
immer mehr freie Kolleginnen und Kollegen in Notlagen kommen
und der Sozialfonds noch häufiger als in der Vergangenheit einspringen muss.“
Das Programm der 7. „Avanti Dilettanti“ bringt neben Klassikern der frühen Jahre auch
neue Namen auf die Bühne der Wodanhalle. Die Highlights:
- Zum ersten Mal gastiert der „Bettlerchor Freiburg“, der im letzten Jahr durch
seine Mitwirkung in der Freiburger Inszenierung der „Bettleroper“ Furore gemacht
hat. Denn die Musikerinnen und Musiker leben selbst in prekären Verhältnissen:
Menschen ohne festen Wohnsitz, Bettler, Flaschensammler, Hartz-
IV-Bezieher, für die ein Dach über dem Kopf, regelmäßige Einkommen und
Teilhabe am bürgerlichen Leben häufig Fremdworte sind. Aus dem Projekt am
Freiburger Theater ist seit Frühjahr 2009 bis heute ein bemerkenswertes Ensemble
geworden, das unlängst im Theater aufgetreten ist und bei Stadtteilfesten
zu sehen und zu hören war. Als Repertoire bringt der „Bettlerchor“ vor allem
Lieder mit, deren Thema soziale Not, Ausgrenzung und der alltägliche Kampf
um ein bisschen Menschenwürde ist. Vorsitzender Bernd Serger ist dem Chor
dankbar für die spontane Zusage, bei „Avanti Dilettanti“ aufzutreten: „Uns verbindet
ein gemeinsames Anliegen, nämlich die Sorge um Menschen, die ohne
eigenes Verschulden ins soziale und gesellschaftliche Abseits zu geraten drohen.“
- „Diese wunderbare Band“ startete ihre Karriere zur Freiburger Kulttruppe mit
dem ersten Bühnenauftritt beim ersten „Avanti“-Abend 2004 und blieb dem guten
Zweck seitdem treu. Die vier Herren und eine Dame an den Drums sind bislang
in jedem Jahr mit neuem Repertoire zum ewig aktuellen Thema angetreten:
Lollo und Littenweiler, Wiehre und Vauban und noch viel mehr Freiburg-
Spezifisches.
- Ebenfalls von Anfang an dabei: Die BZ-Band, die zunächst mit Redakteuren
aus der Freiburger Lokalredaktion (und Gast-Bassisten der „Wunderbaren
Band“) an den Start gegangen war und nun dank Verstärkung aus anderen
Ressorts bis zur Chefredaktion auf dem Weg zur Bigband-Besetzung ist. Die
Vorlagen fürs Repertoire liefert immer wieder neu die Stadtpolitik von der Oberbürgermeisterwahl
bis zum Cocktailverbot.
- Annette Rohrer und Klaus Gülker sind im bürgerlichen Leben Radio- und
Fernsehmacher im Freiburger SWR-Studio und berichten im SWR-Fernsehen
und bei Radio Breisgau aus der und über die Region. Bei „Avanti Dilettanti“ zeigen
sie, was im SWR sonst nicht zu hören und zu sehen ist: Spöttisches vom
Feinsten aus dem legendären SWR-Kabarett.
Durch das schräge Spektakel führen Moderatoren des Funkhauses Freiburg (TV
Südbaden und badenFM Antenne Südbaden“), an diesem Abend ohne Kamera
und Radiomikrophon. Nach Programmende legt Keyborder und BZ-Lokalredakteur
James Röderer Musik aus der Konserve auf. Es darf getanzt werden, wo Platz ist.
Karten sind ab Ende August im BZ-Kartenservice, Bertoldstraße 7, und an der
Abendkasse zu bekommen. Der Eintritt von 18,50 Euro beinhaltet auch ein bodenständiges
Buffet.
Avanti Dilettanti wird unterstützt von: Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau,
Volksbank Freiburg, Stiftungsverwaltung Freiburg, badenova, Brauerei Ganter, Gerhard
Spiecker (Wodan-Halle) und vielen anderen.
Der Sozialfonds der Presse Freiburg war ursprünglich bis Mitte der 90er Jahre Veranstalter
der damaligen Pressebälle in der Mensa. 2004 wurde der Verein wieder gegründet,
um einen schwer erkrankten freien Journalisten zu unterstützen. Der Sozialfonds
mit inzwischen rund 100 Mitgliedern hat in den letzten Jahren in vielen Fällen
Notlagen beispielsweise durch Krankheiten überbrücken können und dafür aus Mitgliedsbeiträgen,
Spenden und dem Erlös von Avanti Dilettanti im letzten Jahr mehr als
10.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Dem Vorstand des Sozialfonds gehören an: Vorsitzender Bernd Serger (Ressortleiter
Heimatredaktionen, Badische Zeitung), stellvertretender Vorsitzender Anton Schlaier
(Redakteur SWR Freiburg), Kassierer Nicolas Scherger (Redakteur Badische Zeitschriften),
Beisitzer Peter Bomans (Redakteur, Badische Zeitung Lahr) und Walter
Preker (OB-Sprecher Stadt Freiburg).
(Veröffentlichung mit Zustimmung des Vereinsvorsitzenden)
(PS: Ich war zwei oder dreimal dabei, und es macht wirklich Spaß).


