Unterwegs in Billstedt



    Leise surrt ein Auto elektrisch vorbei. Drei Männer biegen in die Schule ein. Eine Frau hat ihre Kapuze tief und den Pullover hoch gezogen. Zwei Männer machen halt am Zaun und öffnen ihr Bier. Ein Polizeiauto brummt vorbei. Ich hab keine Lust, mich im Markt um 30 Cent zu streiten und bezahle. Der Kassierer steht sowieso unter Druck, gibt Geld zurück und schiebt den Bon auf die Ware. Gleich der nächste, nur schnell, schnell. Qualität, lese ich draußen, habe einen Namen. Ein Bus, der vorhin erst in die Stadt gefahren ist, brummt leise wiegend schon wieder auswärts vorbei. Ein Kurierfahrer läst seinen Hund aus dem Wagen und packt eine schicke Tüte aus, ein Kind kommt mir rasend mit seinem Fahrrad auf dem Bürgersteig entgegen, ein Trinker, der in der Gruppe steht, winkt mir freundlich zu. Mein Hausarzt bugsiert jeden Tag seinen Wagen rückwärts in die Lücke, es steht noch da. Wann ist Feierabend? Mein Nachbar hat die Zeitschrift in die Manteltasche gebeult, trägt sein Köfferchen mit sich. Schweigend fahren wir im Aufzug, er verabschiedet sich sehr freundlich.
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2 Gedanken zu “Unterwegs in Billstedt

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