Lied am Mittwoch


Im Winter der Gefühle Ist nichts mehr, wie es war Ich stolpre durchs Gewühle Nehm mich kaum selber wahr Das Du, es ist vergangen, Das Wir war nur Idee Das Grau hat sich verfangen Es liegt nur selten Schnee Die Sonne will nicht scheinen Der Himmel ist zu grau Und ich verlern das Weinen Wenn…

So viele böse Geister kann es ja gar nicht geben


Es murmelt, dann pfeift es. „Toktoktoktok““ – das kommt aus der nächsten Straße. Ich gehe durch eine Fußgängerzone in Billstedt, es nieselt – sonst stänke es infernalisch – drei Stunden vor Mitternacht. Dann rummst es, einmal kurz, der Knall wird von den Hauswänden verstärkt, zurückgeworfen, vervielfacht. Raketen zerreissen den Himmel, Pfiffe ziehen durch die Nacht,…

Was heißt „besinnlich“?


ein paar unfreundliche Marginalien zum aktuellen Datum Ein „besinnliches“ Weihnachtsfest „im Kreise deiner Lieben“ – so ähnlich quillt es aus allen Spalten, Poren, Löchern, Absätzen – aus Mails, Whatsapp-Nachrichten, auf Facebook, Instagram, also schlicht überall: Es ist einfach zu viel. Was, zum Geier, will das Wort „besinnlich“ bedeuten? Herr Duden spricht von „nachdenklich“, der Besinnung…

Stadtgang in Bad Oldesloe


Gestern für ein paar Stunden in Bad Oldesloe, das mir bislang nur vom Durchfahren (mit dem Zug, seltener mit dem Auto) bekannt war. Die Innenstadt mit hübsch gepflegter Fußgängerzone ist nett, erst beim zweiten Hinsehen fallen einige leere Geschäfte auf, der Abend bei gutem Wein und Essen und ebensolchen Unterhaltungen war sehr nett. Gern demnächst…

Zum Advent, dem ersten


Immerhin: Hauptpastorin & Pröpstin Ulrike Murmann hat heute im Festgottesdienst zum Ersten Advent in der Hauptkirche St. Katharinen klargestellt, dass Traurigkeit genauso zum Advent gehöre. Auch, wenn sich das blöd anhört: Ich fand das erfreulich. Und hätte es gern, wenn das oberflächliche Drüberwegreden, der allfällige „Weihnachtsstimmungsoptimismus“ noch mehr aus der Mode käme: Es gibt genug…

Freitagsphilosophie


Wenn, um mit meinem Lehrer Friedrich Scheidt zu reden, die Bedingung der Möglichkeit von Freiheit ist, die Wahl, besser: die Entscheidung zur Freiheit zu haben, dann bin ich nicht frei. Weil mich keiner gefragt hat, ob ich mich für dieses Leben entscheiden will: ich wurde vor vollendete Tatsachen gesetzt. Ich kann aber auch nicht einfach…